Besonders im 20. Jahrhundert, aber auch schon zuvor befanden es avantgardistische Künstler und Kunstwissenschaftler für chic vom Ende oder vom Tod der Malerei zu berichten. (…)


Malerei als sozioästhetisches Dispositiv

Anmerkungen zur Beobachtung des Nichtbeobachtbaren in Hannah Stippls malerischer Intervention

David Komary, 2010

In WORK IN PROGRESS macht Hannah Stippl die Stützmauern des Ernst-Arnold-Parks zum Malgrund für eine dialogisch angelegte künstlerische Intervention: In den kommenden vier Jahren wird sie die Wände – in Reaktion und in Resonanz auf die Sprayer- und Graffitiszene, die sich dieser Flächen längst bediente – künstlerisch bespielen. (…)


Keiner glaubt mehr wirklich, was in der Zeitung steht. Und doch oder vielleicht auch gerade deshalb sind Pierre Bourdieus Gedanken „Über das Fernsehen“ immer noch überzeugend darin, dass das, was für wichtig und existent gehalten wird, einer medialen Rezeptionslogik folgt. (…)

Eigensinn der Bilder

Hannah Stippls flächendeckender Textentzug als Reaktion auf das massenmediale Bilderangebot

Nora Sternfeld, 2008


Mehr denn je wird heute politische und gesellschaftliche Öffentlichkeit vor allem durch die Medien gebildet, und zwar primär durch Bilder und weniger durch einen argumentierenden Diskurs. (…)

Das Bild als selektiver Informationsträger

Hannah Stippls subversive Anleitung zum Widerstand

Hartwig Knack, 2008


Alles möglich

Nora Sternfeld & Ljubomir Bratic, 2006

2000 Inserate: Angebote für Dienstleistungen. Angebote, die Selbstbeschreibungen sind. Auf schwarzem Grund.


position desired_05

Dana Charkasi

Muster und deren Einzelteile interessierten Hannah Stippl schon während ihrer Studienzeit an der Universität für Angewandte Kunst, wo sie zunächst begann, sich mit streifenförmigen, farblich aufeinander abgestimmten Hypermustern und ihren Kombinationsmöglichkeiten auseinander zu setzen. (…)


... no fear! 

Hartwig Knack, 2005

Seit einigen Jahren verwendet die Wiener Künstlerin Hannah Stippl Musterwalzen aus Gummi als strukturellen Ausgangspunkt für ihre Malerei. In früherer Zeit wurden mit solchen Walzen florale und ornamentale Muster auf Wände von Stiegenhäusern, Küchen oder Salons aufgetragen. Hannah Stippl nutzt diesen ehemals gutbürgerlichen, aus heutiger Sicht vielfach die heile Welt assoziierenden Wanddekor zur engagierten künstlerischen Stellungnahme. (…)


Lange Zeit von der Öffentlichkeit unbemerkt, hat sich im letzten Jahrzehnt ein neuer Wirtschaftszweig entwickelt, dessen Prosperität jährlich ansteigt. (…)

Private Militärfirmen

Zum Hintergrund von position desired_05

Walter Manoschek

 


Urban Camouflage

Hannah Stippl, 2004

Die Serie "urban camouflage_04" entstand im Winter 2003/2004. Der vorliegende Text, ein Konstrukt aus Zitaten, Prognosen, Plänen und Willenserklärungen, unternimmt den Versuch, mehr als ein Jahr nach der Fertigstellung der Bilder das Umfeld der Arbeiten offen zu legen und die damaligen Recherchen wieder aufzunehmen und weiterzuführen. (…)


Eröffnungsrede

Silvie Aigner, 2004

Ich freue mich sehr heute ein paar einleitende Worte zur Ausstellung zu sprechen zu dürfen. Einerseits natürlich weil ich die Arbeit von Hannah sehr schätze und immer wieder neugierig bin, wie sich ihre Werk weiterentwickelt und andererseits weil ihr Oeuvre auch ein Beispiel für die zeitgenössische Relevanz von Malerei ist. (…)


"böschung_02" betitelt Hannah Stippl lapidar ihre neue, in den letzten Monaten entstandene Werkserie, die sie in Acryl- und Gouachetechnik auf Leinwand ausgeführt hat. (…)

Von der paradiesischen Kraft des Ornaments

Chaos, Zufall und Ordnung in den Werken von Hannah Stippl

Carl Aigner, 2002


Normalerweise, liebe Leserin und lieber Sammler (Frauen lesen und Männer sammeln), steht an dieser Stelle eine ausgemachte Expertenmeinung – dem malerischen Anlass entsprechend eine recht schönfärberische obendrein. (…)



Erinnern Sie sich noch an das „beliebteste Bild Österreichs“? Anno 1998 baten das Künstlerduo Komar und Melamid Herrn und Frau Österreicher zur ästhetischen Meinungsumfrage. (…)